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Die Welle

Arugam.info has been informed that a second book has been published about Arugam Bay.
Again and regrettably it is only available in German so far, but plans exist to release an English version.
The first book about our Bay “Der Krokodilfelsen” (the croc rock) by Claudia Ackermann is selling well and our good friend Alf is working on a translation right now.
Here is Claudia; she sent us her photo today:

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“Die Welle” (the swell/wave) is written by Monika Kahrs and we will publish details soon>
For now, here is an abstract  by LuLu:

Description:

Einen Tag vor Weihnachten im Jahr 2004 fliegt Marion Kersting mit ihrem Ehemann Jakob nach Arugam Bay in Sri Lanka um die „zweiten Flitterwochen“ zu feiern. Für Marion ist es eine Reise, die sie nur widerwillig antritt – widerwillig, weil sie ihren Mann, der mit krankhafter Eifersucht über ihr Tun und Lassen wacht, fürchtet und verabscheut. Nach einer ausgelassenen Feier, in der die Spannung zwischen den Eheleuten eskaliert, wird das Strandhotel vom Tsunami zerstört. In der idyllischen Bucht sterben hunderte von Menschen, Arugam Bay wird von der Außenwelt abgeschnitten, Hilfe kommt erst nach Tagen. Marion überlebt den Tsunami fast unverletzt – Jakob verschwindet spurlos. Die Welle hat Jakob Kersting mit sich gerissen, und mit ihm ein Geheimnis. Und Marion will nie wieder eingesperrt sein.

Product Details:

Printed: 118 pages, 4.25″ x 6.88″, perfect binding, black and white interior ink
Publisher: Monika Kahrs
Copyright: © 2007 Monika Kahrs, Ottersberg-PoHa Standard Copyright License
Language: German
Country: Germany
Lulu Sales Rank: 6,807

Keywords:

Deutsche (Dauer-) Welle (DW)

Ever since the early 1980′s DW (Deutsche Welle Radio Station) has been continiously broadcasting in dozens of languages throughout Asia from a remote location in North East Sri Lanka.
The huge, very impressive site is situated near Nilaveli, Trincomalee on the East Coast.
The relay staion’s own power plant produces more than the city of Trinco, 2.7 Mw (11kV).
Broadcasts are transmited on Mw as well as Sw (medium and Short wave radio) and recently a digital transmitter has been added (the blue box below).
Perfectly run and maintained by German Expat staff this enclave may serve as a symbol that certain installiations continue to have a total stability which the rest of Country seems to be looking for – These days.

map: world around Trincomalee

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Deutsche (Dauer-) Welle = German (permanent) Wave

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Ever since the early 1980′s the German National Radio Station “Deutsche Welle” has been continiously operating a repeater radio station in the North of Sri Lanka.
(above: actual location of the DW station, upon sunset at Nilaveli, NE Sri Lanka)
On a recent trip to the area our very own East Coast resident expat correspondent decided to accept a long standing invitation to visit this huge, impressive and totally self-contained site maintained by German experts.
The initial idea to travel all that way was to admire all the great work the international NGO’s claim to be doing up in North Eastern Province…….
In sharp contrast, DW is actually ‘active’ and this German mini enclave is working fine, transmitting on Mw (medium wave) as well as Kw (Short Wave), throughout Asia and in dozens of languages from this remote location.
Arugam Bay certainly enjoys certain programs of DW; and more so: our critical and (technically) highly qualified reporter was impressed with the totally open, free and apparently also very welcome inspection.
Just for your interest:
DW‘s own, totally independent Deutz Diesel power station produces more than 2.7 MW of 11kV Mains Power!
Is this even more energy than the whole of nearby Trincomallee requires for its entire population…..?! Who knows the answer?
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above: Digital transmissions equipment and the external radio masts @ Nilalveli

More and better photos will follow!

Die Welle ist noch nicht verebbt

von VOLKER KLINKMÃœLLER

Es gibt immer wieder Menschen, die ihrer Zeit voraus sind. Wie den Briten Lee Blackmore, der sein Hotel in der Arugam Bay schon 1999 “Tsunami” benannt hat. Damals wussten die meisten noch gar nicht, was das überhaupt ist. Oder auch der Gärtner des weiter hinten am Strand gelegenen Siam View Hotels: Am Morgen des 26. Dezember hatte sich der alte Mann gegen 8.45 Uhr erdreistet, hartnäckig alle Hotelgäste zu wecken, was angesichts der vorangegangenen, feuchtfröhlichen Weihnachtsparty kein besonders leichtes Unterfangen war. Doch der alte Mann hatte das an jenem Tag irgendwie merkwürdige Meer beobachtet. Er war überzeugt, dass großes Unheil nahte. Dies ließ dann mit bis zu 15 Meter hohen Flutwellen auch nicht mehr lange auf sich warten. Dank der Vorwarnung überlebten alle 165 Gäste, doch ringsherum gab es massenhaft Tote und Verletzte und nur noch eine einzige Trümmerwüste – wie fast an der gesamten Ostküste, die auf Sri Lanka am schlimmsten von der Naturkatastrophe betroffen war. Kaum zu glauben, dass es hier heute schon wieder Urlauber gibt.

Sie wohnen in den wieder hergerichteten Resten der Bungalowanlagen. Nicht wenige sind durch eine Mauer oder einen Sichtschutz von der umgebenden, bedrückenden Tristesse aus zerborstenen Mauern, Kloschüsseln und Palmen abgegrenzt. Und vielleicht wissen die meisten Gäste sogar, dass sie hier mitten auf einem Leichenfeld urlauben. Denn damals, als die Eile es geboten hatte, wurden viele Todesopfer ganz einfach direkt dort bestattet, wo man sie gefunden hatte. Aber die Besucher dieses Surferparadieses waren schon immer eine besonders hartgesottene Spezies, haben sich nicht einmal durch den Bürgerkrieg und die – in jüngster Zeit erneut angespannte – politische Lage vom Besuch der Region abhalten lassen. Und schließlich gibt es Zeichen der Hoffnung: das beste, erste und einzige Resort mit einem Swimmingpool hat schon wieder eröffnet. Und direkt am Strand ist aus Naturmaterialien eine ganze neue Generation zweigeschossiger Restaurants entstanden, die mit aller Gemütlichkeit, hübschem Meeresblick oder sogar einem Joint locken. Auch der erste internationale Surfwettbewerb ist hier wieder ausgetragen worden.

Verglichen mit den Fortschritten an der Westküste, wirkt dieser Neubeginn an der Ostküste eher bescheiden. Denn hier hat sich die touristische Infrastruktur schon prächtig von den Folgen des Tsunami erholt, obwohl die strandnahen Unterkünfte ganz unterschiedlich betroffen waren. Viele hatten einfach nur Glück, weil sie wie das legendäre Kolonialhotel “Mount Lavinia” im gleichnamigen Badeort auf einem Felsen erhöht schon immer über der tosenden See thronten. Andere wiederum blieben völlig verschont, weil die Fluten in eigenartigen Verwirbelungen die Küste entlangschwappten, so dass die eine Bucht schwer verwüstet wurde, während die benachbarte ohne Schäden davonkam. Auch gab es Schicksale wie das des gediegenen “Kani Lanka & Spa”-Resorts bei Kalutara. Das große, innovative Designerhotel hatte erst 48 Stunden vor dem Tsunami eröffnet und war schwer verwüstet worden. Nun empfängt es wieder Gäste, ohne dass auch nur der geringste durch die Naturkatastrophe entstandene Schaden zu sehen wäre.

Überhaupt sind bis hinunter in den Süden fast alle Hotels, Pensionen und Restaurants längst zum Normalbetrieb zurückgekehrt. Die großen, vor allem am traumhaft schönen Palmenstrand von Bentota konzentrierten Pauschalhotels haben ihre Gartenanlagen weitestgehend entsalzen. Die Beseitigung der Tsunami-Schäden wurde meist für eine verlockende Aufwertung ihrer Bungalows, Zimmer oder Suiten genutzt, was zum Teil sogar schon mit Belegungsquoten bis zu 70 Prozent belohnt wird. Die Preise sind nach dem Tsunami wider Erwarten nicht günstiger geworden. Das nach Indonesien am schlimmsten von der Tsunami-Katastrophe betroffene Land rechnet für die angelaufene Hochsaison sogar mit einem neuen Besucherrekord!

Obwohl traditionelle Reisemärkte wie Deutschland erst langsam auf den Vorjahresstand zurückkehren, verzeichnet die offizielle Besucherstatistik des Landes von Januar bis September bereits ein Wachstum um 8 Prozent, sodass die Zahl ausländischer Touristen für 2005 zum dritten Mal eine halben Million überschreiten dürfte.

Auf eine baldige Rückkehr der Touristen hatte auch Abdul Azeez gesetzt und macht als derzeit einziges Szenecafé beste Geschäfte in der Altstadt von Galle. “Beim Tsunami war das Meer sogar bis an die Zinnen unserer historischen Stadtbefestigung angestiegen, doch nach innen ist kaum etwas gedrungen”, sagt der 23-jährige Gründer von “Pedlar‘s Inn Cafe”. So hat die imposante Befestigungsanlage als wichtigste kulturhistorische Sehenswürdigkeit des Südens überlebt und sich trotz Besucherflaute der letzte Trend fortgesetzt, immer mehr Nostalgiebauten mit stilvollen Unterkünften und Luxusgeschäften zu beleben. Davon zeugen das im Gefängnis geplante 49-Zimmer-Hotel, das bereits in einer ehemaligen Druckerei eröffnete Hotel “The Fort Printers” und vor allem das exklusive “Amangalla Resort” im einstigen “New Oriental Hotel”: Es gehört zur renommierten Amani-Gruppe, die bei Tangalla mit dem “Amanvella Resort” sogar noch einen weiteren exklusiven Meilenstein an die Küste gesetzt hat. Obwohl es mit dem Charme von Bunkerarchitektur ausgestattet wurde, ist es nun mit Bungalowpreisen um die 900 US-Dollar pro Nacht das teuerste Hotel der Insel.

Ãœberall lassen sich betuchte Ausländer wieder durch die begehrten, für die Insel typischen Ayurveda-Kuren verwöhnen. Doch wer nachfragt, bekommt schnell zu spüren, dass der Schock und der Schmerz, die die Naturkatastrophe hinterlassen hat, noch längst nicht überwunden sind. Erstaunlich unbefangen berichten die Menschen von ihrem persönlichen Tsunami-Schicksal – dem schweren Verlust von geliebten Angehörigen, Freunden und Nachbarn, der Behausung, den wenigen Besitztümern oder einfach dem unbeschwerten Lebensgefühl.

Als wenn es gerade erst passiert wäre, erzählen sie, wie sich das Meer plötzlich zurückzog und die zuckenden Fische bizarr im strahlenden Sonnenschein glitzerten, wann und wie hoch die erste Welle kam. Wie Autos und Boote plötzlich durch die Gegend schossen – und wie sie sich mit viel Glück oder Geistesgegenwart retten konnten, während um sie herum die Apokalypse tobte.

Die neue Lichtorgel der beliebten, nun am Strand von Unawatuna dröhnenden Diskothek “Happy Banana” kann unheimliche Assoziationen wecken, wenn sie mit ihren langen, geisterhaften Lichtfingern über die Wellen der Bucht fegt, als würde sich da draußen wieder etwas zusammenbrauen. Manch Restaurantbesitzer hält die Erinnerung auf seine Weise wach, hat die Höhe der Flutwellen an der Wand vermerkt oder einfach die von den Wassermassen gestoppte Uhr hängen lassen. Andere legen sogar Fotoalben mit Tsunami-Bildern aus, um ihren Gästen die Wartezeit auf das Essen zu verkürzen. Muharam Perera indes hat die gesplitterten Ãœberreste eines Türrahmens in das Foyer ihres Boutique-Resorts “Sun & Sea” gehängt. “Dieses Stück Holz hat mir das Leben gerettet”, betont die 78-jährige Lady und hat es in die dazugehörige Messingtafel gravieren lassen.

Eines Tages soll es auch eine sehr viel größere Gedenkstätte geben: bei dem bekannten Badeort Hikkaduwa. Hier hatten die Flutwellen den berühmt-berüchtigten Eisenbahnzug umgekippt und mehr als tausend Menschen in den Tod gerissen. Drei zerbeulte, rostbraune Waggons sind am Unglücksort belassen worden und sollen möglicherweise Bestandteil eines offiziellen Tsunami-Mahnmals werden. Schon jetzt streifen Scharen in- und ausländischer Touristen um die schaurige Sehenswürdigkeit. Sobald Besucher auftauchen, werden sie eifrig belagert und mit geöffneten Händen, überteuerten Souvenirs und herzzerreißenden Geschichten überhäuft.

Wesentlich weniger Andrang herrscht bei den Schildkrötenfarmen. Direkt am Strand gelegen und deshalb besonders schwer von den Flutwellen betroffen, haben sie fast alle einen Neubeginn gewagt. “Doch wir brauchen dringend mehr Touristen”, klagt K. Chandrasiri Abrew als Inhaber der ältesten und größten “Turtle Hatchery” bei Kosgoda. “Ohne Eintrittsgelder fehlen die Mittel, um die Schildkröteneier vor Marktverkauf und Verzehr zu retten.” Am Morgen des 26. Dezember hatte der 41-Jährige noch 900 davon vergraben, nach der Katastrophe aber nur eine einzige von seinen langjährig gehegten, geliebten Panzertieren lebend wiedergefunden.

Weitestgehend unbeschadet dagegen haben die vorgelagerten Korallenriffe sowie die zahlreichen Lagunen mit ihren Mangrovenhainen den Tsunami überstanden. Hier werden längst wieder die gewohnten reizvollen Bootsausflüge ins Landesinnere angeboten. Und auch die legendären Fischer von Welligama hocken wieder fotogen auf ihren Stelzen im Meer.

Dennoch hat sich das Erscheinungsbild der Küste vielerorts verändert. Die Galle Road, die von Colombo in den tiefen Süden führt, ist über weite Strecken mit massenhaft herbeigeschafften, dunklen Felsbrocken flankiert worden. Trotz dieses neuen Flutschutzes eröffnet sich – wegen der weitgehend verschwundenen Bebauung mit Fischerhütten und der noch umstrittenen 100-Meter-Regelung der Nichtbebauung – vielerorts ein zugegebenermaßen bestechend freier Ausblick auf den Indischen Ozean. Andernorts finden sich Schichten aus Schutt, Müll und entwurzelten Bäumen. Vereinzelt liegen Schiffswracks herum, die zumeist aus versicherungstechnischen Gründen noch nicht geborgen worden sind. Ihr Anblick wirkt stets beklemmend und lässt es etwas befremdlich erscheinen, wenn in der November-Ausgabe des Newsletters der staatlichen Fremdenverkehrsbehörde um Tauchtouristen geworben wird. Das Argument der offiziellen Werbung: “… dass mehr als 300 Wracks rund um die Insel herum auf dem Meeresgrund liegen. ” Obwohl damit gewiss schon vor Jahrzehnten versunkene Schiffe gemeint sind, wirkt es fast sarkastisch.

An anderen Küstenabschnitten wiederum wimmelt es nur so von intakten Booten, die die Strände landschaftsbildend bedecken. Denn fast jeder, der Sri Lanka nach dem Tsunami helfen wollte, hat zuerst an Fischerboote gedacht. Manch ein Küstenbewohner hat nun sogar schon drei oder vier – oder versteckt sie sogar, um noch mehr zu bekommen.

Die Flutwellen haben auch Geld ins Land gespült, doch über die Verteilung wird vielerorts lamentiert. Der tiefere Einblick schmerzt Dr. Fred Miller: “Was mich geschafft hat, war nicht die Naturgewalt des Tsunami”, meint der 60-jährige Hollandbrite nachhaltig frustriert, “sondern das schlimme Verhalten vieler Menschen nach der Katastrophe.” Die meisten westlichen Mitarbeiter der “Non Goverment Organisations” (NGO), die sich in seiner Hoteloase zwischen leckeren Speisen und frischem Fassbier allabendlich ein Stelldichein geben, schließt der Gründer und Besitzer des “Siam View Hotels” in der Arugam Bay ausdrücklich mit ein. Im Restaurant verweilende Rotkreuzler hätten sich kürzlich sogar geweigert, ein von einer herabfallenden Kokosnuss getroffenes Kind zum Arzt zu fahren, weil sie die Polster ihres Geländewagens nicht mit Blut beschmieren wollten.

“In den ersten Tagen nach der Katastrophe haben die Franzosen hier Schlipse und Nachtkleider abgeworfen, die Polen Dosenrindfleisch, das die Einheimischen aus Glaubensgründen sowieso nicht anrühren – und die Amerikaner 28.000 Rollen Klopapier.” Später, erinnert sich Miller, der seit fast dreißig Jahren hier lebt und als Tourismuspionier der Arugam Bay gilt, habe ihm einer seiner kompetenten Gäste vorgerechnet, dass eine einzige Toilettenrolle mit Herstellung, Luftfracht und Zoll gleich mehrere US-Dollar kosten würde. Auch dass die ausländischen Hilfskräfte monatelang die Fünfsternehotels in Colombo ausgebucht und etliches Spendengeld in einen Fuhrpark aus dicken Jeeps gesteckt hätten, habe Unmut geschürt. Die geborgenen Essensvorräte seines Hotels indes seien nach dem Tsunami zu täglich 500 Gratismahlzeiten für die Ãœberlebenden verarbeitet worden.

“Wenn nicht immer nach bürokratischen Richtlinien vorgegangen würde, ließe sich mit Spendengeldern weitaus Sinnvolleres anfangen”, sagt Miller. Wie zum Beispiel der Aufbau einer geregelten Müllentsorgung, die es in der Arugam Bay bisher noch nicht einmal im Ansatz gibt. Die wäre einer touristischen Infrastruktur dienlich und somit zugleich Wiederaufbau und Existenzsicherung.

taz Nr. 7854 vom 24.12.2005, Seite I-II, 423 Zeilen (TAZ-Bericht), VOLKER KLINKMÃœLLER

Leseprobe: Der Krokodilfelsen

This article was first published 4th June, 2006
It’s an extract from a Travel Novel of events set in Arugam Bay. The recently deceased “Ram” of Sooriya’s plays a huge role in this great Book. Sadly only in German.

Autorin:
Claudia Ackermann

Like in the Novel. Is it all Real?

Ich erreichte den Mitternachts-Express gerade noch rechtzeitig, suchte mir einen Platz und sah aus dem Fenster. Ein Tourist drängte sich über den Busbahnhof. Er kam nur langsam vorwärts, denn außer seiner Reisetasche trug er noch ein großes Surfbord unter dem Arm. Rücksichtslos schob er damit die Passanten zur Seite, die ihm im Weg waren. In letzter Sekunde erreichte er den Bus, aber da schon fast alle Plätze besetzt waren und im Mittelgang Taschen und Körbe standen, weigerte sich der Fahrer, ihn mit seinem riesigen Gepäckstück einsteigen zu lassen. Der Surfer stellte einen Fuß in die Tür, die Spitze seines Bords ragte bereits ins Innere des Busses. Aggressiv und drohend redete er auf den Fahrer ein, und an seinem Akzent erkannte ich, dass er Australier war. Er war groß, bestimmt einen Kopf größer als der Fahrer. Sein Körper war muskulös und durchtrainiert, aber der Busfahrer, ein schmächtiger, hagerer Mann, ließ sich davon nicht beeindrucken. Um so lauter der Australier sprach, desto sturer wurde sein Gegenüber.
„Das Brett braucht so viel Platz, wie zwei Männer”, behauptete der Busfahrer. „Du musst drei Tickets kaufen.”
Nach langer Diskussion, die die Fahrgäste interessiert verfolgten, entschloss sich der Australier schließlich, den Preis zu bezahlen. Schimpfend wuchtete er sein Surfbrett in den Bus und kam direkt auf mich zu, denn neben mir war noch ein Platz frei. Continue reading ‘Leseprobe: Der Krokodilfelsen’

Arugam Information -SUMMARY-

Arugam Bay, the surfer’s paradise

(March to October)
a useful summary & description.

Surf, Beach, Lagoon, Village, Beautiful Inland Landscape, Jungle, Elephant Rock & Crocodile Rock

Arugam Bay is one of the TOP 10 surf points in the world. It is also a pristine sandy beach of stunning natural beauty. Arugam Bay’s proximity to Lahugala National Park & Yala East National Park makes it a unique surfing beach.

Ladies & Lady Surfers are happy in remote AbaY

Location

Arguam Bay is located 320 km from Colombo. Some 60km due east from Monaragala, Arugam Bay is a tiny fishing village 3km south of the small fishing village of Pottuvil (12000 inhabitants) at the remote southern end of the Eastern coast & on the edge of Yala East National Park.

To the beach

The journey to the beach here takes you across some attractive meadows teeming with wildlife.

Orientation

The bay lies between two headlands & is excellent for surfing.

Beach

The wide, sweeping sandy beach in front of the village is an attraction for swimming all year-round. The beach is usually deserted, except at the southwest corner, where some fishing boats & thatch huts reveal the tiny fishing village of Ulla, just to the south of the guest house area. This is also the safest area for swimming.

Surf

‘The Point’ in Arugam Bay is regarded as a top world surf destination. It is a well lined up right hand point break, generating a clean peeling glassy wave that barrels a surfer a 400m ride right through to the inside. Additionally there are four or five high quality breaks within a radius of 30 minutes. Continue reading ‘Arugam Information -SUMMARY-’

Air Taxi to Arugam Bay

SriLankan Air Taxi takes to the skies again

SriLankan Airlines will re-launch its domestic float plane service – SriLankan Air Taxi – commencing December in time for the winter tourist season.

SriLankan’s Head of Worldwide Sales Mohamed Fazeel said ” We will shortly be adding a new dimension to domestic travel, enabling travellers to reach most parts of the island within 40 minutes. International visitors arriving in Sri Lanka can go straight on to their destinations with convenient connections.”

SriLankan is planning to acquire two Twin Otter aircraft for the operation, each with a capacity of up to 15 passengers.

These twin-engined aircraft are currently being sourced. “SriLankan Air Taxi will supplement the country’s existing land-based domestic air services, as there are many parts of the country in which aerodromes are not conveniently located, but there are plenty of rivers and lakes that can serve as waterdromes. Continue reading ‘Air Taxi to Arugam Bay’

Walking that walk

Arugambay:

In July, every year, pilgrims walk tru Arugam Bay on their way to Kataragama

With the end of the war, bigger crowds have joined the annual Pada Yatra, says Patrick Harrigan

Many pilgrims walk through the Surfer's resort of Arugam Bay

Earnest devotees of Kataragama by the thousands—hailing from all communities but especially Tamil Hindus—are now undertaking the annual Pâda Yâtrâ or foot pilgrimage through Yala National Park to Kataragama for this month’s Esala festival that started on July 12.

Just passing out of Arugam Bay

With decades of fear and uncertainty swept away, this year more devotees are walking than at any time in living memory, possibly even more than in 2004 when Wildlife Department officials counted over 30,000 pilgrims entering Yala East National Park on the final 70-kilometre stretch from Okanda to Kataragama.

A totally unspoiled Countryside lies ahead. Arugam Bay to Kataragama

The first waves of pilgrims all up and down the east coast have already arrived to Okanda Murugan Kovil in Yala East where tens of thousands are pausing to rest and worship before entering Yala Strict Natural Reserve on the long jungle trek to Kataragama.

The Kataragama Pâda Yâtrâ traditionally starts from points in the Jaffna peninsula like Nallur and Selva Sannidhi Murugan kovils, from where the pilgrimage may take up to two months to reach Kataragama. This year for the first time since 2005, a few souls are walking the full distance, joined along the way by a few more from Kilinochchi, Mullaitivu, and Trincomalee districts. Continue reading ‘Walking that walk’

Amphibian genocide in Pottuvil

Our new home

It was a pretty close run thing. And of course there were going to be some disappointed runners up, but there could be only one winner.

The lagoon: filled with water buffalo, elephants and crocs

And what a brilliant choice the wild card has turned out to be! Our lovely landlord got it all spruced up just in time for us to leave the Tsunami a day early, which was unexpected, but this worked very much in our favour. We’re now the proud tenants of this amazing, sprawling plot of land overlooking an immense lagoon, home to amazing bird life, elephants and apparently some small crocodiles. We’ve not seen any yet, but we have seen a good deal of the gardener who has been busy clearing the acre of land around our house and putting up washing lines with fishing line. He’s also brought around some of his family and the neighbours. Today being a Friday, everyone’s just hanging out at the mosque (next door) or peeping through the arrow-slits in our 6 foot concrete wall. I have to admit some did get through the padlocked gates before I managed to heat up the boiling oil to a sufficient temperature.

The white, tuktuk driving skinheads fitted right in

So we continue to blend-in as much as possible in Sri Lanka. Among the neighbours we’ve had the pleasure of meeting are a herd of goats that seem largely undisturbed by us and are right now helping us keep the garden down to the sounds of Fleetwood Mac. Other friends we’ve made, but are trying to shake off are a family of frogs that live in the house. When we moved in yesterday we noticed several in the bathroom and kitchen, so we thought we’d shoo them off out. Well that ended up Continue reading ‘Amphibian genocide in Pottuvil’

Deutsch

Auszug eines Reiseberichtes Juni 2010

Man wolle Hotelschulen im Norden und Osten errichten, haben die Regierungsplaner in Colombo versichert; aber auch, dass es für die nächsten Jahre Arbeitsvisa für Hotelpersonal aus dem Ausland geben solle.

Weiter südlich, in Arugam Bay, unserem letzten Halt an Sri Lankas neuen Badestränden, haben die Bewohner eine andere Vorstellung von Entwicklung. Die Bucht gilt als Traumziel für Surfer. Nach dem Tsunami sei dort, zwischen Wald und Mangroven, schon einmal ein Luxusresort geplant gewesen, erzählen Urlauber am Strand. Doch durch das Unglück der Überschwemmung fand eine besondere Gemeinschaft ansässiger Tamilen, Singhalesen und Muslime mit zugereisten Natur- und Wassersport-Freaks zusammen und verteidigte die einfachen Familienhotels und den Charme des Ortes gegen die drohende Konkurrenz. Für ihr Bemühen, auch die Armen in der Region am Einkommen aus dem Tourismus zu beteiligen und einen Teil der Einnahmen in den Erhalt der Mangroven zu stecken, bekam die Gemeinde 2007 einen Preis des Londoner World Travel Market.

In Arugam Bay werden Besucher nicht mit Jeeps, sondern hoppelnd mit dem Tuktuk zum Krokodilfelsen kutschiert, der hinter einem Dorf mit dem schönen Namen Panama in einen ruhig daliegenden See ragt. Grüngrün gehen Kulturlandschaft und Wildnis ineinander über. Man kann beobachten, wie Reisbauern und wilde Elefanten voneinander ebenso respektvollen Abstand wahren wie die wagemutigen Jungs mit ihren Fischernetzen und die Krokodile, die am Ufer lauern. Es beginnt zu dämmern, und in der Stille schießt der Satz wieder ins Gedächtnis, der auf dieser Reise mehr als einmal gefallen ist und jedes Mal erschrocken zurückgenommen wurde: Wenigstens habe der Krieg die Natur vor dem Tourismus bewahrt.

………

German News Paper clip

Auf der Suche nach dem alten Ceylon

…im einst beliebten “Stardust” in Arugam Bay….

19. Dezember 2009, 06:12 Uhr

Wer jetzt die Insel im Indischen Ozean besucht, kann ihre unglaubliche Vielfalt in Ruhe genießen. Das wird sich aber wahrscheinlich schon bald ändern, hofft – und fürchtet – Bernd Schiller.

Kandy, die letzte Königsstadt, ist berühmt durch den Tempel inmitten des Milchsees, der einen Zahn Buddhas bergen soll.
Foto: Bernd Schiller

Der Blick aus dem ersten Stock des kleinen Hotels wird von üppigem Grün gefesselt. Nicht mal bis zum Meer reicht er, obwohl die sichelförmige Bucht mit ihrem tropischen Traumstrand nur rund hundert Meter entfernt ist. Zu eng hat sich das Dickicht der Palmen und Papayabäume, der Büsche und Blumen zwischen Hotel und Wasser geschoben: Bananen, Hibiskus, Frangipani, Bougainvillea, Orchideen, alle vor zwei, drei Jahren angepflanzt und Monate später dschungelartig explodiert.

Schon einmal hatte Christl Wildschek, die österreichische Besitzerin dieser gepflegten Ayurveda-Anlage im Süden der Insel, sich hier einen Garten Eden geschaffen. Das war im Dezember 2004, wenige Tage bevor im Paradies die Hölle ausbrach. Der Tsunami, der am 2. Weihnachtstag vor fünf Jahren rund um den Indischen Ozean Hunderttausende tötete, spülte auch ihr neues Haus fort und, weitaus schlimmer, die Existenzgrundlagen unzähliger Menschen an fast allen Küsten Sri Lankas. Christl Wildschek packte an, half, wie so viele aus dem Ausland, ließ Schulen wieder aufbauen und ein Waisenhaus errichten.

Im Herbst 2006 eröffnete sie ihr “Austrian Ayurveda Resort”. Aber dann schossen und bombten tamilische Rebellen und die Regierungstruppen diese traumhaft schöne Insel wieder alle paar Wochen in die Schlagzeilen der Weltpresse. Da nützte es wenig, dass der langjährige Bürgerkrieg, der schon einmal, nach dem Waffenstillstand von 2002, überwunden geglaubt war, fast nur im abgelegenen Norden und im Osten tobte. Die Touristen, vor allem aus Deutschland, mieden Sri Lanka als Reiseziel. Nur das Prinzip Hoffnung hielt die meisten Einheimischen und das tapfere Häuflein der deutschen und österreichischen Hoteliers vor Ort aufrecht.

Die Fischer am Strand bei Bentota sortieren ihre farbenfrohen Netze. Hier an der Westküste lebt der Tourismus langsam wieder auf.

Foto: Bernd Schiller

Noch stehen, vor allem im Südwesten, Hunderte Tsunami-Ruinen unter den Palmen. Noch liegt Kriegsschrott an manchen Orten der touristisch nahezu unerschlossenen Ostküste. Noch nerven wichtigtuerische Polizisten an zu vielen Checkpoints. Und noch wollen selbst manche Einheimische dem Frieden, der im Mai ganz offiziell zwischen der Regierung und der tamilischen Terrortruppe LTTE geschlossen wurde, nicht so recht trauen. Zu frisch sind die Wunden. Aber zugleich macht sich immer mehr Optimismus bemerkbar. Sri Lanka, so wirkt es, lächelt wieder. Mit Macht und neuen Ideen will die schönste Insel des Indischen Ozeans zurück in die Kataloge, zurück in die Herzen ihrer früher so zahlreichen Stammgäste.

So freut sich etwa Nicole Wittersheim, Senior-Managerin für Asien bei Thomas Cook und Neckermann, über deutlich zweistellige Zuwachsraten in jedem Monat seit dem Kriegsende: “Vor allem Rundreisen sind plötzlich stark gefragt. Es scheint, als ob die Leute wieder neugierig auf das schöne Land hinterm Strand sind.” Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnungen deutlich herabgestuft.

Nimmt man nur die natürlichen Ressourcen, macht es kein anderes Tropenziel dieser Größenordnung – Sri Lanka ist gerade mal so groß wie Bayern – seinen Gästen so leicht: eine Landschaftsvielfalt, die auch Rundreisende beim zweiten und dritten Mal überwältigt, zahlreiche Strände von einer Schönheit, wie sie die Südsee, die Karibik oder auch Bali nur an sehr wenigen Orten zu bieten haben, dazu lebendige Stätten einer jahrtausendealten Kultur. Sri Lanka, frei übersetzt “das strahlend schön, königlich leuchtende Land”, verzaubert seine Besucher seit Marco Polos Zeiten, und Hermann Hesse geriet 1911 bei der Ankunft in Colombo ins Schwärmen: “Es ist das Paradies, wahrhaftig, es ist das Paradies …”

Er ist fast 90 Jahre alt: Kellner C.C. Kuttan hat im legendären Hotel “Galle Face” schon Könige und Prinzessinnen aus aller Welt bedient.

Foto: Bernd Schiller

In den antiken Ruinenstädten im heißen Herzen der Insel staunen die Gäste bis heute über gewaltige Kuppelbauten und anrührende Buddha-Statuen. Auf dem Weg dorthin oder in die Berge, vorbei an Wasserfällen, dichtem Dschungel und an einem Teeteppich, der weite Teile des Hochlands bedeckt, lebt noch das alte Ceylon. So hieß die Insel bis 1972, so heißt ihr weltberühmter Tee bis heute, und so nennen viele Alte ihr Land noch immer.

Zwar sind Arbeitselefanten, die bis vor wenigen Jahren beim Holztransport eingesetzt wurden, aus dem Straßenbild verschwunden, aber Wasserbüffel ziehen die Holzpflüge durchs Reisfeld, wie sie es immer taten. Hin und wieder hält noch ein Ochsenkarren die Autos auf der Landstraße auf. Und in den Dörfern schlingen sich die Männer einen Sarong um die schmalen Hüften, seien sie buddhistische Singhalesen, hinduistische Tamilen oder Moors, die muslimischen Einwohner der Vielvölkerinsel.

Die Suche nach dem alten Ceylon lässt sich auch im Katalog buchen (“Auf die feine englische Art das Leben der Teepflanzer von einst nachempfinden”) oder mit der Wahl entsprechender Hotels erfolgreich gestalten. Zum Beispiel im “Galle Face” zu Colombo, wo der Chefkellner eine Art Ikone ist. Beide sind legendär: das älteste Hotel Asiens, 1864 gegründet, dessen Veranda zum Sonnenuntergang der Kultplatz für alte Ceylonfreaks ist, und C.C. Kuttan, der kleine Mann, der in ein paar Wochen neunzig wird und sich gleichwohl jeden Morgen über fünf Kilometer aus seinem Viertel auf den Weg zur Arbeit macht, zu Fuß!

Seit gut sechzig Jahren bedient und begrüßt er die Gäste im “Galle Face”. Königen und Prinzessinnen aus aller Welt und dem Kaiser von Japan hat er die Tür geöffnet, der Aga Khan hat ihm ein besonders üppiges Trinkgeld gegeben; Lord Mountbatten, der Weltkriegsheld der asiatischen Schauplätze, Prinz Philip, Pandit Nehru und später dessen Tochter Indira Gandhi … Kuttan hat sie alle getroffen. William Holden, dem Hollywoodstar, hat er oft und gern den Whisky nachgeschenkt, als der hier während der Dreharbeiten zur “Brücke am Kwai” logierte.

Mancherorts verdrängt das moderne Sri Lanka das alte Ceylon zwar reichlich drastisch, aber nicht immer erfolgreich. So haben Investoren ins Zentrum von Kandy, der letzten Königsstadt, die berühmt ist durch den Tempel, der einen Zahn Buddhas bergen soll, ein Betonmonster gesetzt, eine Shopping-Mall, deren Läden auch nach einem Jahr noch nicht einmal zur Hälfte vermietet sind. Nebenan aber, auf dem bunten, lauten und sehr orientalischen Markt, tobt das Leben wie eh und je.

Volker Bethke, ein Hamburger, der früher als Kaufmann und Berater weltweit tätig war, kennt sie dort alle: Sunil, den schlitzohrigen Betelblattverkäufer, Abbas, den stillen Anbieter von Trockenfischen, Ajith, den Gewürzhändler, der immer den neuesten Klatsch erzählt. Volker Bethke führt in dieser Stadt, abseits vom Trubel und mit Traumblick auf den größten Fluss des Landes, seit 2003 das Hotel “Villa Rosa”, sechs Zimmer nur, rustikal eingerichtet und mit einer Philosophie ausgestattet, die ihm schon drei Gästebücher voller Komplimente eingebracht hat. Oft setzt er sich zu den Gästen und schlägt Ausflüge vor, ins Dorf der Trommler, ins Teemuseum, zu den Zeremonien im Tempel. Und natürlich immer wieder zu seinen Freunden auf den Markt.

Manchmal fährt der Hamburger an die Ostküste. Dort, im einst beliebten Hotel “Stardust” an der Arugam Bay, ist sein dänischer Freund Per Goodman im Tsunami umgekommen. Volker Bethke hat der Witwe geholfen, das Hotel wieder aufzubauen.

Noch liegt die Ostküste mit ihren wunderschönen Stränden im Windschatten des Aufschwungs, aber die Experten sind sich einig: Wenn der Frieden stabil bleibt, werden an den Buchten, die heute den Fischern, den Krabben oder den Kühen gehören, Millionenprojekte realisiert werden. Die Inder werden kommen, die Russen, ganz sicher die trinkfesten Surfer aus Australien. Nicht auszuschließen, dass dabei einiges vom Charme des alten Ceylon verloren geht.

Bis es soweit ist, setzen an-dernorts pfiffige Händler ganz bewusst auf die Deutschen. Herr Uditha aus Mirissa zum Beispiel hat seinem kleinen Shop, nicht weit vom frisch renovierten “Paradise Beach Club”, einen neuen Namen verpasst: “Aldi Mini Market”. Da verkauft er Tee, Gewürze und die Tüte Chips für den Fernsehabend im Hotel an Touristen. Das berühmte Lächeln der Insel gibt es dazu, gratis und im Dauerangebot.

An dieser Stelle ist ein deutsches mini Forum geplant, aber nur bei Interesse
Ein paar alte Pressestimmen in Deutsch sind bereits vorhanden, s. Link rechts (Navigation)
Eine Auswahl ist allerdings auch hier abgedruckt:

von VOLKER KLINKMÃœLLER

Es gibt immer wieder Menschen, die ihrer Zeit voraus sind. Wie den Briten Lee Blackmore, der sein Hotel in der Arugam Bay schon 1999 “Tsunami” benannt hat. Damals wussten die meisten noch gar nicht, was das überhaupt ist.

Oder auch der Gärtner des weiter hinten am Strand gelegenen Siam View Hotels: Am Morgen des 26. Dezember hatte sich der alte Mann gegen 8.45 Uhr erdreistet, hartnäckig alle Hotelgäste zu wecken, was angesichts der vorangegangenen, feuchtfröhlichen Weihnachtsparty kein besonders leichtes Unterfangen war. Doch der alte Mann hatte das an jenem Tag irgendwie merkwürdige Meer beobachtet. Er war überzeugt, dass großes Unheil nahte. Dies ließ dann mit bis zu 15 Meter hohen Flutwellen auch nicht mehr lange auf sich warten. Dank der Vorwarnung überlebten alle 165 Gäste, doch ringsherum gab es massenhaft Tote und Verletzte und nur noch eine einzige Trümmerwüste – wie fast an der gesamten Ostküste, die auf Sri Lanka am schlimmsten von der Naturkatastrophe betroffen war. Kaum zu glauben, dass es hier heute schon wieder Urlauber gibt.

Sie wohnen in den wieder hergerichteten Resten der Bungalowanlagen. Nicht wenige sind durch eine Mauer oder einen Sichtschutz von der umgebenden, bedrückenden Tristesse aus zerborstenen Mauern, Kloschüsseln und Palmen abgegrenzt. Und vielleicht wissen die meisten Gäste sogar, dass sie hier mitten auf einem Leichenfeld urlauben. Denn damals, als die Eile es geboten hatte, wurden viele Todesopfer ganz einfach direkt dort bestattet, wo man sie gefunden hatte. Aber die Besucher dieses Surferparadieses waren schon immer eine besonders hartgesottene Spezies, haben sich nicht einmal durch den Bürgerkrieg und die – in jüngster Zeit erneut angespannte – politische Lage vom Besuch der Region abhalten lassen. Und schließlich gibt es Zeichen der Hoffnung: das beste, erste und einzige Resort mit einem Swimmingpool hat schon wieder eröffnet. Und direkt am Strand ist aus Naturmaterialien eine ganze neue Generation zweigeschossiger Restaurants entstanden, die mit aller Gemütlichkeit, hübschem Meeresblick oder sogar einem Joint locken. Auch der erste internationale Surfwettbewerb ist hier wieder ausgetragen worden.

Verglichen mit den Fortschritten an der Westküste, wirkt dieser Neubeginn an der Ostküste eher bescheiden. Denn hier hat sich die touristische Infrastruktur schon prächtig von den Folgen des Tsunami erholt, obwohl die strandnahen Unterkünfte ganz unterschiedlich betroffen waren. Viele hatten einfach nur Glück, weil sie wie das legendäre Kolonialhotel “Mount Lavinia” im gleichnamigen Badeort auf einem Felsen erhöht schon immer über der tosenden See thronten. Andere wiederum blieben völlig verschont, weil die Fluten in eigenartigen Verwirbelungen die Küste entlangschwappten, so dass die eine Bucht schwer verwüstet wurde, während die benachbarte ohne Schäden davonkam. Auch gab es Schicksale wie das des gediegenen “Kani Lanka & Spa”-Resorts bei Kalutara. Das große, innovative Designerhotel hatte erst 48 Stunden vor dem Tsunami eröffnet und war schwer verwüstet worden. Nun empfängt es wieder Gäste, ohne dass auch nur der geringste durch die Naturkatastrophe entstandene Schaden zu sehen wäre.

Überhaupt sind bis hinunter in den Süden fast alle Hotels, Pensionen und Restaurants längst zum Normalbetrieb zurückgekehrt. Die großen, vor allem am traumhaft schönen Palmenstrand von Bentota konzentrierten Pauschalhotels haben ihre Gartenanlagen weitestgehend entsalzen. Die Beseitigung der Tsunami-Schäden wurde meist für eine verlockende Aufwertung ihrer Bungalows, Zimmer oder Suiten genutzt, was zum Teil sogar schon mit Belegungsquoten bis zu 70 Prozent belohnt wird. Die Preise sind nach dem Tsunami wider Erwarten nicht günstiger geworden. Das nach Indonesien am schlimmsten von der Tsunami-Katastrophe betroffene Land rechnet für die angelaufene Hochsaison sogar mit einem neuen Besucherrekord!

Obwohl traditionelle Reisemärkte wie Deutschland erst langsam auf den Vorjahresstand zurückkehren, verzeichnet die offizielle Besucherstatistik des Landes von Januar bis September bereits ein Wachstum um 8 Prozent, sodass die Zahl ausländischer Touristen für 2005 zum dritten Mal eine halben Million überschreiten dürfte.

Auf eine baldige Rückkehr der Touristen hatte auch Abdul Azeez gesetzt und macht als derzeit einziges Szenecafé beste Geschäfte in der Altstadt von Galle. “Beim Tsunami war das Meer sogar bis an die Zinnen unserer historischen Stadtbefestigung angestiegen, doch nach innen ist kaum etwas gedrungen”, sagt der 23-jährige Gründer von “Pedlar‘s Inn Cafe”. So hat die imposante Befestigungsanlage als wichtigste kulturhistorische Sehenswürdigkeit des Südens überlebt und sich trotz Besucherflaute der letzte Trend fortgesetzt, immer mehr Nostalgiebauten mit stilvollen Unterkünften und Luxusgeschäften zu beleben. Davon zeugen das im Gefängnis geplante 49-Zimmer-Hotel, das bereits in einer ehemaligen Druckerei eröffnete Hotel “The Fort Printers” und vor allem das exklusive “Amangalla Resort” im einstigen “New Oriental Hotel”: Es gehört zur renommierten Amani-Gruppe, die bei Tangalla mit dem “Amanvella Resort” sogar noch einen weiteren exklusiven Meilenstein an die Küste gesetzt hat. Obwohl es mit dem Charme von Bunkerarchitektur ausgestattet wurde, ist es nun mit Bungalowpreisen um die 900 US-Dollar pro Nacht das teuerste Hotel der Insel.

Ãœberall lassen sich betuchte Ausländer wieder durch die begehrten, für die Insel typischen Ayurveda-Kuren verwöhnen. Doch wer nachfragt, bekommt schnell zu spüren, dass der Schock und der Schmerz, die die Naturkatastrophe hinterlassen hat, noch längst nicht überwunden sind. Erstaunlich unbefangen berichten die Menschen von ihrem persönlichen Tsunami-Schicksal – dem schweren Verlust von geliebten Angehörigen, Freunden und Nachbarn, der Behausung, den wenigen Besitztümern oder einfach dem unbeschwerten Lebensgefühl.

Als wenn es gerade erst passiert wäre, erzählen sie, wie sich das Meer plötzlich zurückzog und die zuckenden Fische bizarr im strahlenden Sonnenschein glitzerten, wann und wie hoch die erste Welle kam. Wie Autos und Boote plötzlich durch die Gegend schossen – und wie sie sich mit viel Glück oder Geistesgegenwart retten konnten, während um sie herum die Apokalypse tobte.

Die neue Lichtorgel der beliebten, nun am Strand von Unawatuna dröhnenden Diskothek “Happy Banana” kann unheimliche Assoziationen wecken, wenn sie mit ihren langen, geisterhaften Lichtfingern über die Wellen der Bucht fegt, als würde sich da draußen wieder etwas zusammenbrauen. Manch Restaurantbesitzer hält die Erinnerung auf seine Weise wach, hat die Höhe der Flutwellen an der Wand vermerkt oder einfach die von den Wassermassen gestoppte Uhr hängen lassen. Andere legen sogar Fotoalben mit Tsunami-Bildern aus, um ihren Gästen die Wartezeit auf das Essen zu verkürzen. Muharam Perera indes hat die gesplitterten Ãœberreste eines Türrahmens in das Foyer ihres Boutique-Resorts “Sun & Sea” gehängt. “Dieses Stück Holz hat mir das Leben gerettet”, betont die 78-jährige Lady und hat es in die dazugehörige Messingtafel gravieren lassen.

Eines Tages soll es auch eine sehr viel größere Gedenkstätte geben: bei dem bekannten Badeort Hikkaduwa. Hier hatten die Flutwellen den berühmt-berüchtigten Eisenbahnzug umgekippt und mehr als tausend Menschen in den Tod gerissen. Drei zerbeulte, rostbraune Waggons sind am Unglücksort belassen worden und sollen möglicherweise Bestandteil eines offiziellen Tsunami-Mahnmals werden. Schon jetzt streifen Scharen in- und ausländischer Touristen um die schaurige Sehenswürdigkeit. Sobald Besucher auftauchen, werden sie eifrig belagert und mit geöffneten Händen, überteuerten Souvenirs und herzzerreißenden Geschichten überhäuft.

Wesentlich weniger Andrang herrscht bei den Schildkrötenfarmen. Direkt am Strand gelegen und deshalb besonders schwer von den Flutwellen betroffen, haben sie fast alle einen Neubeginn gewagt. “Doch wir brauchen dringend mehr Touristen”, klagt K. Chandrasiri Abrew als Inhaber der ältesten und größten “Turtle Hatchery” bei Kosgoda. “Ohne Eintrittsgelder fehlen die Mittel, um die Schildkröteneier vor Marktverkauf und Verzehr zu retten.” Am Morgen des 26. Dezember hatte der 41-Jährige noch 900 davon vergraben, nach der Katastrophe aber nur eine einzige von seinen langjährig gehegten, geliebten Panzertieren lebend wiedergefunden.

Weitestgehend unbeschadet dagegen haben die vorgelagerten Korallenriffe sowie die zahlreichen Lagunen mit ihren Mangrovenhainen den Tsunami überstanden. Hier werden längst wieder die gewohnten reizvollen Bootsausflüge ins Landesinnere angeboten. Und auch die legendären Fischer von Welligama hocken wieder fotogen auf ihren Stelzen im Meer.

Dennoch hat sich das Erscheinungsbild der Küste vielerorts verändert. Die Galle Road, die von Colombo in den tiefen Süden führt, ist über weite Strecken mit massenhaft herbeigeschafften, dunklen Felsbrocken flankiert worden. Trotz dieses neuen Flutschutzes eröffnet sich – wegen der weitgehend verschwundenen Bebauung mit Fischerhütten und der noch umstrittenen 100-Meter-Regelung der Nichtbebauung – vielerorts ein zugegebenermaßen bestechend freier Ausblick auf den Indischen Ozean. Andernorts finden sich Schichten aus Schutt, Müll und entwurzelten Bäumen. Vereinzelt liegen Schiffswracks herum, die zumeist aus versicherungstechnischen Gründen noch nicht geborgen worden sind. Ihr Anblick wirkt stets beklemmend und lässt es etwas befremdlich erscheinen, wenn in der November-Ausgabe des Newsletters der staatlichen Fremdenverkehrsbehörde um Tauchtouristen geworben wird. Das Argument der offiziellen Werbung: “… dass mehr als 300 Wracks rund um die Insel herum auf dem Meeresgrund liegen. ” Obwohl damit gewiss schon vor Jahrzehnten versunkene Schiffe gemeint sind, wirkt es fast sarkastisch.

An anderen Küstenabschnitten wiederum wimmelt es nur so von intakten Booten, die die Strände landschaftsbildend bedecken. Denn fast jeder, der Sri Lanka nach dem Tsunami helfen wollte, hat zuerst an Fischerboote gedacht. Manch ein Küstenbewohner hat nun sogar schon drei oder vier – oder versteckt sie sogar, um noch mehr zu bekommen.

Die Flutwellen haben auch Geld ins Land gespült, doch über die Verteilung wird vielerorts lamentiert. Der tiefere Einblick schmerzt Dr. Fred Miller: “Was mich geschafft hat, war nicht die Naturgewalt des Tsunami”, meint der 60-jährige Hollandbrite nachhaltig frustriert, “sondern das schlimme Verhalten vieler Menschen nach der Katastrophe.” Die meisten westlichen Mitarbeiter der “Non Goverment Organisations” (NGO), die sich in seiner Hoteloase zwischen leckeren Speisen und frischem Fassbier allabendlich ein Stelldichein geben, schließt der Gründer und Besitzer des “Siam View Hotels” in der Arugam Bay ausdrücklich mit ein. Im Restaurant verweilende Rotkreuzler hätten sich kürzlich sogar geweigert, ein von einer herabfallenden Kokosnuss getroffenes Kind zum Arzt zu fahren, weil sie die Polster ihres Geländewagens nicht mit Blut beschmieren wollten.

“In den ersten Tagen nach der Katastrophe haben die Franzosen hier Schlipse und Nachtkleider abgeworfen, die Polen Dosenrindfleisch, das die Einheimischen aus Glaubensgründen sowieso nicht anrühren – und die Amerikaner 28.000 Rollen Klopapier.” Später, erinnert sich Miller, der seit fast dreißig Jahren hier lebt und als Tourismuspionier der Arugam Bay gilt, habe ihm einer seiner kompetenten Gäste vorgerechnet, dass eine einzige Toilettenrolle mit Herstellung, Luftfracht und Zoll gleich mehrere US-Dollar kosten würde. Auch dass die ausländischen Hilfskräfte monatelang die Fünfsternehotels in Colombo ausgebucht und etliches Spendengeld in einen Fuhrpark aus dicken Jeeps gesteckt hätten, habe Unmut geschürt. Die geborgenen Essensvorräte seines Hotels indes seien nach dem Tsunami zu täglich 500 Gratismahlzeiten für die Ãœberlebenden verarbeitet worden.

“Wenn nicht immer nach bürokratischen Richtlinien vorgegangen würde, ließe sich mit Spendengeldern weitaus Sinnvolleres anfangen”, sagt Miller. Wie zum Beispiel der Aufbau einer geregelten Müllentsorgung, die es in der Arugam Bay bisher noch nicht einmal im Ansatz gibt. Die wäre einer touristischen Infrastruktur dienlich und somit zugleich Wiederaufbau und Existenzsicherung.

taz Nr. 7854 vom 24.12.2005, Seite I-II, 423 Zeilen (TAZ-Bericht), VOLKER KLINKMÃœLLER

Arugam Bay and G-String Hopper Fashion Labels?

New and bold strides

After three successful days of showcasing collections of Sri Lankan, regional and international designers, Colombo Fashion Week 2009 came to a close on February 21.

Supported by the Sri Lanka Tourism Promotions Bureau in association with the hotel Taj Samudra, the show featured collections of nine designers each evening with star choreographer Kevin Oliver, from Dubai handling the event. Long term consultant and partner of Colombo Fashion Week was Prasad Bidapa, considered India’s fashion guru. Hair and make-up for the models was by Ramani Fernando salons.

Arugam Bay Fashion Label?

Arugam Bay Fashion Label?

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Pix by M.A. Pushpa Kumara

Pix by M.A. Pushpa Kumara

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Two new Sri Lankan labels Arugam Bay and Stringhopper were launched at Colombo Fashion Week, testimony of the fact that there is increasing Sri Lankan talent. These labels will be available in Sri Lanka and India. Continue reading ‘Arugam Bay and G-String Hopper Fashion Labels?’

Reconstruction PottuVille, Abay

Post-tsunami Reconstruction in Sri Lanka:

an Analysis of Newspaper Content

by Dileep Chandralal

Professor of Okinawa University

1. Introduction

I have done a survey of newspapers as proxies of media coverage of the post-tsunami recovery situation, focusing on different perspectives on the reconstruction effort. It reveals the practices taken by different sectors, sections or groups, the responses of the affected communities or opinion leaders, the tensions between different social groups or camps and the lack of mutuality and cooperation.

The social context of post-tsunami construction can be divided into two large areas: one area includes the representation of the local community and the other that of foreign participants. Crosscutting these divisions, at the background level, there was a wide range of interest groups such as governments, political organisations, independent bodies, NGOs and activists, academics and professionals, social workers, and individual volunteers. The represented discourses inherently invoke a consideration of differences reflecting writers’ loyalties to different social groups. The focus of the study was how the text producers, strongly backed up by their respective social contexts, produced the texts and messages, depicting different world views and bearing different results for agenda setting.

My text corpus consists of, mainly, newspapers published during the year 2005. A period of one year was thought of as an appropriate period for depicting individual or collective reflections of, and responses for, the tragedy itself. Moreover, it was during this period that national and international media were bursting at the seams with continuous deliberations, ideas and arguments on post-tsunami reconstruction.

Continue reading ‘Reconstruction PottuVille, Abay’

UNOPS Fraser’s Blog

Wednesday, 4 June 2008

First for ’08 – 5 months on…

It’s been a long time, so I’m going to bullet point:•Christmas/New Year I was in Arugam Bay for both eves, then returned to the casa in Turkeyville to enjoy many beers and BBQ’s. I missed out on the local church group coming to our house to sing carols, apparently Christmas carols in Tamil are quite amusing. There were also a couple of mini dancing Santas.


•Ranjith the mad cook went mad(der) and we had to have him exorcised. He was seeing the swami of the house (the house used to be a religious orphanage), and as we moved in so quickly we never had it blessed and we are meat-eaters when it used to be vegetarian only so I guess he picked on Ranjith as he was the one cooking. Interesting times.

•I cut my foot and got three stitches, and had to use crutches for a few days as it swelled up so much, then I was on antibiotics for almost a month as I got an ear infection not too long after. Happy days. That’s only the second time I have had stitches (last time was when I was 7 I think), and it seems that 3 is my lucky number for stitches.


•It rained. And rained. And rained. And then rained some more. Very unseasonable, and we lost about 6 weeks on a very tight programme. Didn’t really stop until after Easter. But I have managed to complete some roads and have some others on the way to completion as well. After it stopped raining it got bloody hot. Which was expected. Apparently it hit 39 the other day. But the humidity seems to be easing a bit, so it will settle to be hot and sunny and very bearable soon.

•Easter again went to A Bay for the weekend. Dawn had organised activities for all the out-of-town folks and there were quite a few people there. Went on a lagoon tour which was pretty cool, although I still didn’t spot any crocodiles. But I have a plan…


•Then there was also Sinhalese/Tamil New Year in the middle of April, and then Vesak in the middle of May. We have got over most of the holidays now, which is good because 2 days of official holidays often turns into 2 weeks.

•Eastern Provincial Council elections were held at the start of May, and there was a little bit of violence (a café in Ampara town got blown up and 12 killed) and a lot of ballot stuffing and general intimidation by all accounts. There was a bit of tension afterwards but nothing has blown up (literally or figuratively) in the aftermath. Hopefully it will be good for the peoples of the East and not just the government pushing their agendas. The new EPC Chief Minister is the current leader of the TMVP, who were ex-LTTE. They still have guns and still (allegedly) involve themselves in extortion, intimidation, kidnapping etc. So maybe I am being a bit too optimistic.

•I (we) have an ongoing battle with UNOPS over a new contract which is still not resolved. I got a contract for January-April in the middle of April, then a one month contract for May and another for June. It’s a long story, beginning with a change in contract type with multiple cock-ups at all levels along the way. Unfortunately this has so far claimed a casualty in Fergus, who has decided to leave. My battle continues although I am going to ignore it until I get back from holiday. If nothing else, this has been a catalyst to make me figure out what the hell I want to do with my life, so some good has come out of it. I might make it to the end of the year on 1 month contracts…

•I’m going on holiday to the states in a couple of days, and I intend to (in no particular order):
•Eat a hamburger bigger than my head
•Drive a monster truck
•Smoke crack cocaine
•Purchase a handgun
•Ride a roller coaster
Because that’s what you do in America, according to TV. I think I’ll end up in New York, Philadelphia, Washington DC and maybe Boston. A long way to go for a short time but it is somewhere new and it seemed like a good idea as I hadn’t really figured out where I was going.

•We grew moustaches out of boredom. Some are better than others because they already existed, they just shaved their beards. I’m working on the “Hulk Hogan” at the moment.


•I went to Colombo for a two day training course on FIDIC contracts which was interesting. Pete was in town after Sogol’s parents were visiting, and his mum and sister are coming next week too. I realised I hadn’t seen Sogol since before Christmas, although I did see Pete in Colombo at the start of March when we went on “strike” (again contract related stuff). Pete and Sogol have decided to leave and head to Perth (or maybe Brisbane), they are off in the middle of July.

•There have been quite a few bombs around Colombo lately, one yesterday that didn’t kill anyone, one last weekend that killed 9 I think and another on a train when I was there last Monday that killed 13. So I am trying to stay out of Colombo as much as possible. Still pretty quiet out here. Some stuff happening north in Batti but not impacting down this way.

That’s about it in a nutshell. I’ll write more when I get back from holiday.

Sunset in Colombo
Sunset at Pottuvil Point
Manoel bodyboarding and Fergus surfing
Beach at Panama
Some sort of Totem Pole at Panama. I came here 2 years ago, but didn’t realise I had until saw this again.
Santhan on the rocks
Finished road, Thandiyadi
Finished block road, Pottuvil
Old lighthouse
Big lizard
Haji Nawas and I
Fishermen in their boat that they paddle out to sea
Stupa at Deegawapi. Lord Buddha is reputed to have stayed here on his travels
The home beach
Building roads
Kids in Panama

Reclining Buddha in Hulanugge, 3rd century BC. Made out of clay which makes it very rare apparently. Being fixed with bricks probably makes it even rarer.



Fraser

Hot Stock Alert

For coastal Sri Lankans, like those in Arugam Bay, December 26, 2004 felt more like 1945 Hiroshima than life before that fateful day changing everything for them. A devastating tsunami took 250,000 lives and left 2.5 million homeless throughout the region. It affected Arugam Bay, “a fishing and faded resort village” on the island’s east coast that government was showcasing in its plans to “build back better.” Indeed, but not for the villagers hoteliers, developers and the government wanted removed but weren’t sure how until nature did what they couldn’t.

Everything was gone, and a blank slate remained for what the tourist industry long wanted – “a pristine beach (in a prime area), scrubbed clean of all the messy signs of people working, a vacation Eden. It was the same up and down the coast once rubble was cleared….paradise.”

“New rules” forbade homes on the beach and a “buffer zone” imposed insured it. Beaches were off-limits, displaced Sri Lankans were shoved into temporary grim barracks camps inland, and “menacing, machine-gun-wielding soldiers” patrolled to keep them there.

Tourist operators were treated differently. They were encouraged to build and expand on prime vacated oceanfront land. It was all in a document called the “Arugam Bay Resource Development Plan” to transform the former fishing village into a “high-end ’boutique tourism destination’ (with) five-star resorts, luxury….chalets, (and even a) floatplane pier and helipad.” Arugam Bay was to be a model for transforming up to 30 similar “tourism zones” into a “South Asian Riviera.” When the plan leaked out, people in Arugam Bay and around the country were outraged.

The grand scheme to remake Sri Lanka was around two years earlier and began when the civil war ended. It was to be the country’s reentry into the world economy as one of the last remaining uncolonized places globalization hadn’t touched, and a high-end tourism project was seen as the right option. It would be a luxury destination for the “plutonomy set,” once a few changes were made. Government’s 80% land ownership had to be opened to private buyers, more “flexible” labor laws were needed, and modernized infrastructure had to be developed with World Bank and IMF providing funds on their usual shock therapy terms discussed above. With mass public opposition to the ideas, it wouldn’t be easy, and before the tsunami hit, militant strikes and street protests held it back.

Sri Lanka’s president, Chandrika Kumaratunga, was elected on an “overtly antiprivatization platform,” but the tsunami changed everything and helped her see “the free market light.” Four days after the disaster, her government passed a bill “pav(ing) the way for water privatization.” It also raised gasoline prices and began crafting legislation to privatize the electricity company in pieces. It was like a second tsunami, and the same scheme followed hurricane Mitch in October, 1998 with Hondurus, Guatemala and Nicaragua hardest hit like New Orleans discussed below.

Klein explained when the tsunami struck in 2004, “Washington was ready to take the Mitch model (now familiar) to the next level – aiming not just at individuals laws but at direct corporate control over the construction.” Sri Lanka’s president complied and created a new body called the Task Force to Rebuild the Nation fully empowered to proceed. On it were the most powerful business leaders from banking and industry including key players from the beach tourism sector. Absent were villagers, farmers, environmentalists or even a “disaster-reconstruction specialist.” Klein called the task force a new type corporate coup d’etat mother nature made possible.

In ten days, then had a complete reconstruction blueprint from “housing to highways” with aid money directed to corporate development and nothing for disaster victims. They were destined to become permanent shantytown dwellers similar to the kinds ringing most Global South cities and populating Global North inner ones. Similar stories of law changes and land grabs came out of other affected Southeast Asian countries like Indonesia, Thailand, the Maldives and India where around 150 Tamil Nadu displaced women had to sell their kidneys for food.

A year after the tsunami, NGO ActionAid surveyed the aftermath in five Asian countries and found the same pattern everywhere – residents barred from rebuilding, living in militarized temporary camps, hotels “showered with incentives,” no restoration of homes lost, and “entire ways of life” destroyed. In July, 2006 in Sri Lanka, the Tamil Tigers ended their cease-fire and war resumed. It’s hard knowing if disaster capitalism had a role because peace was always precarious, the government offered little, and continued violence at least promised a chance for something better before and more than ever now given the choice between disaster capitalism and hope.

source:

http://www.marketoracle.co.uk/Article2335.html

Wiener Zeitung

Indiens Träne im Ozean

Illustration - Südasiatische Tänzer verkörpern in theatralischen Inszenierungen das Drama von Machtwahn und Schuldverstrickung, wie es in Sri Lanka auf der Tagesordnung steht.  Foto: Neumann

Südasiatische Tänzer verkörpern in theatralischen Inszenierungen das Drama von Machtwahn und Schuldverstrickung, wie es in Sri Lanka auf der Tagesordnung steht. Foto: Neumann

Illustration - Der Nordosten Sri Lankas ist vielfach zerstört, wie hier die Universität von Trincomalee.  Foto: Neumann

Der Nordosten Sri Lankas ist vielfach zerstört, wie hier die Universität von Trincomalee. Foto: Neumann

Illustration - Trauerritual zum Jahrestag eines Massakers, bei dem 1999 44 Dorfbewohner ermordet wurden.  Foto: Preitler

Trauerritual zum Jahrestag eines Massakers, bei dem 1999 44 Dorfbewohner ermordet wurden. Foto: Preitler

Von Gunther Neumann
Aufzählung Der Bürgerkrieg in Sri Lanka hat nur kurz nach dem Tsunami internationale Aufmerksamkeit erregt. Warum es Konflikte jenseits des Nahen Ostens in unserer Wahrnehmung schwer haben.
Ein Dorf im Nordosten, nahe der vagen Front zwischen Armee und Rebellen. Bedächtige Dickhäuter schnauben beim Baden am trägen Fluss. Eine junge Frau im roten Sari schwemmt Kleider, ungestüme Kinder treiben einen alten Reifen über die staubige Straße, in die untergehende Sonne. “Kupferstunde” nannte ein Rotkreuz-Delegierter diese kurzen Momente trügerischer Idylle im Krieg: Die Haut der Menschen leuchtet im milden Abendlicht, während hochbesoldete Vertreter internationaler Organisationen längst zurück in die Hauptstadt eilen, an den kühlenden Pool, rechtzeitig zum Dinner.

Ausgedörrte Soldaten räumen Sandsackstellungen am Dorfzugang, ziehen sich in festungsartig ausgebaute Garnisonen zurück. Die Nacht bricht mit Zirpen und Schnarren herein. Die Dörfer sind vogelfrei, ausgeliefert der Angst, dem Recht des jeweils Stärkeren: der Armee bei Tag, den “Tamilentigern” bei Nacht. Hinter jedem Tierschrei lauert ein Ãœberfall, ein Blutbad, der Tod. Das Morgengrauen bringt keine Erlösung, nur Aufschub. Seit 24 Jahren herrscht Krieg auf der edelstein- oder tränenförmigen Insel von der knappen Größe Osterreichs.

Nach einem Waffenstillstand 2002 unter norwegischer Vermittlung und der Tsunami-Flut 2004 keimte kurz Friedenshoffnung auf. Dutzende Hilfsorganisationen unterstützten den Wiederaufbau, darunter einige österreichische Initiativen. Doch die Überschwemmungskatastrophe brachte keinen nationalen Schulterschluss. Verteilungskämpfe um Tsunamigelder mündeten in Gefechte. Flutüberlebende aus eben erst bezogenen Häusern sind wieder auf der Flucht, nun vor einer neuen Welle militärischer Gewalt.

130.000 Tote und Verschwundene hat der politische Terror im tropischen Paradies seit 1983 gefordert, davon 70.000 der Krieg zwischen Armee und Tamilenrebellen, Hunderttausende Verstümmelte, Traumatisierte, Waisen. Im Namen von Volk, Kultur, Religion: bekannte Muster. Doch wie lassen sich vergleichsweise undogmatische Religionen wie Buddhismus und Hinduismus politisch derart instrumentalisieren?

Der Konflikt ist nicht 25, sondern 2500 Jahre alt. Indogermanische Singhalesen, “Löwenmenschen”, kamen ab dem 6. Jh. v. Chr. aus Nordindien, Tamilen aus Südindien über die Meerenge nach “Lanka”, die Dämoneninsel aus dem Heldenepos “Ramayana”. Die spektakuläre Felsenfestung Sigiriya mit ihren schwebenden Wolkenmädchen, Felsenbuddhas, Tempeln, verwaschen von Monsunregen, sind Zeugen der Kultur und ihrer Lebendigkeit durch ständige Befruchtung. Weitläufige Ruinen an uralten Bewässerungskanälen erzählen unter flimmernder Hitze von blühenden Städten voll von Geist, Handel, Kämpfen und meditativer Besinnung.

Siam und die Khmer Kambodschas wurden vom Kulturland Ceylon buddhistisch missioniert. Seit der Antike kamen ägyptische Händler an die Gestade der Insel. Das Abendland hatte für die duftenden Schätze des Orients kaum mehr als Edelmetalle zu bieten.

Dem bei Dritte-Welt-Konflikten viel strapazierten Sündenbock Kolonialismus die Schuld am Krieg zu geben, greift in Ceylon zu kurz. Jahrhunderte wogte das Ringen, fand Vermischung statt. Die meist buddhistischen Singhalesen behielten die Oberhand und stellen heute gut zwei Drittel der 20 Millionen Ceylonesen. Ein Viertel sind hinduistische Tamilen, außer im Hochland vorwiegend im Norden und Osten beheimatet. Die restlichen zehn Prozent sind Muslime und Christen.

Nach Vasco da Gamas Seeweg um Afrika 1498 lösten einander europäische Gewürz- und Kolonialambitionen ab, zunächst jene der Portugiesen, dann die der Holländer. Erst die Briten eroberten im 19. Jahrhundert das letzte buddhistische Bergkönigreich von Kandy. Die Singhalesen waren aber wenig geneigt, Londons Weltmacht in der Administration und auf Plantagen zu dienen. Tamilen, so intelligent wie willig, stiegen auf und hielten bei der friedlichen Unabhängigkeit Anfang 1948, ein halbes Jahr nach den indischen “Mitternachtskindern”, 60 Prozent der Verwaltungsposten.

Ceylon war reicher als Indien, hat heute kaum Analphabeten und eine ungebrochene Tradition von moderner Demokratie – mit zu schwachen Minderheitenrechten. Die singhalesische Mehrheit steigerte sich chauvinistisch in eine Opferrolle, drängte Tamilen mit Quoten und Willkür aus Ämtern, von den Universitäten, in die Defensive. Ceylon wurde 1972 zu Sri Lanka, gesegnete Insel, Singhalesisch zur Staatssprache, der Buddhismus Staatsreligion. Die Tamilen begannen sich zu wehren, zunächst friedlich – und erfolglos. Dann trat eine neue Kraft auf den Plan: die “Befreiungstiger von Tamil Eelam” (LTTE). Bei einem Ãœberfall 1983 wurde eine Handvoll Armeesoldaten getötet, ihre Leichen nach Colombo gebracht. Der lauernde Konflikt explodierte: Aufgestachelte Singhalesenmobs plünderten Tausende Geschäfte, fackelten Häuser ab. 3000 Tamilen kamen im “Schwarzen Juli” um, Zehntausende rannten um ihr Leben. Die LTTE forderte nun kompromisslos einen eigenen, ethnisch reinen Staat im Norden und Osten der Insel.

Wer fürchtet, umgebracht zu werden, flieht – wenn er kann. Hunderttausende Tamilen sind nach Indien geflohen, Tausende Gebildete nach Australien oder Nordamerika emigriert. Singhalesen gelten in Europa nicht als politisch Verfolgte. So sie nicht als Bootsflüchtlinge ertrinken, werden sie zurückgeschickt. Wer von den Kindern der Armen nicht einmal die harte Arbeitsemigration bei arabischen Scheichs erreicht, wird als Kanonenfutter verheizt. Wessen Bruder erschossen wurde, wer die Schwester vergewaltigt gesehen hat, ist fanatisierbar, bereit, selbst zu foltern und Minen zu vergraben. Die Tamilen-Tiger “erfanden” die spektakulären Selbstmordanschläge unserer Tage: Lkw-Bomben mit Hunderten Toten mitten in Colombo. Als “Schwarze Tiger” indoktrinierte Kinder tragen Zyankali-Kapseln als Halsschmuck: Keiner lässt sich lebend fangen.

Indien, “Mutter” der verfehdeten Geschwister Singhalesen und Tamilen, gewährte den “Tigern” – mit Blick auf 50 Millionen eigene Tamilen – zuerst stillschweigend Ausbildung, Nachschub, um 1987 schließlich auf militärischem Wege Frieden auf der Insel zu schaffen. Die regionale Supermacht holte sich beim Versuch der LTTE-Entwaffnung aber eine blutige Nase. Die Regierung in Colombo ließ den “Tigern” geheim Waffen zukommen, um die bevormundende “Mutter” wieder loszuwerden. Indiens Ministerpräsident Rajiv Gandhi wurde beim Selbstmordanschlag einer Tamilin zerfetzt.

Rebellion im Süden

Damit nicht genug. Ein in Moskau initiierter, dann maoistisch inspirierter Universitätszirkel entfachte im Süden der gespaltenen Insel einen weiteren, diesmal innersinghalesischen Feuersturm. Die Kaderpartei “JVP” versuchte sich durch Terror gegen Politiker und Intellektuelle an einer Kulturrevolution. Die Regierung schlug mit Todesschwadronen zurück. Verdächtige wurden aufgespürt, gefoltert, zur Abschreckung mit Autoreifen um den Hals lebendig verbrannt, Köpfe an Straßenrändern aufgepfählt. Monsunwellen spülen von Haien zusätzlich entstellte Kadaver an von Touristen verlassene Strände.

Bürgerkrieg im Norden und Osten, Rebellion im Süden, 100.000 indische Interventionssoldaten: Dieser Terror und Gegenterror kosteten 1988/89 rund 50.000 Menschen das Leben und brachten die Insel an den Rand des Abgrunds. Manchmal kann nur Literatur das Grauen in seiner Vielschichtigkeit begreifbar machen: Michael Ondaatje, aus Colombo stammender Autor des internationalen Buch- und Filmerfolgs “Der Englische Patient”, zeichnet in dem Roman “Anils Geist” ein beklemmendes Sri Lanka am Scheideweg zwischen Kultur und Bestialität.

Die Vertuschung von Massengräueln, ungestrafte Täter, kaum gesühnte Opfer – das alles sind vertraute Muster aus der europäischen Geschichte. Auch in Sri Lanka wurden Täter auf der Regierungsseite nie ermittelt. Hinter der lächelnden Maske einer von Gewalt erfassten Gesellschaft verbirgt sich seit 1983 eine der weltweit höchsten Selbstmordraten.

Für die Erfassung der Folgen von Verdrängung sind keine psychoanalytischen Erkenntnisse des 20. Jahrhunderts nötig. Antike Mythen, südindische Tänze dramatisieren die Schuldverstrickung einmal offen, einmal verschlüsselt: Vergehen des Einzelnen fallen auf das Individuum oder seine Sippe zurück. Beteiligt sich das Kollektiv an der Vertuschung, dann rächen sich die Götter und das Schicksal am Volk.

“Ohne jede Spur . . .” hat Barbara Preitler ein Buch über ihre Arbeit mit Angehörigen Verschwundener betitelt. Seit 2003 unterstützt die Psychotherapeutin und Psychologin von der Universität Klagenfurt den Aufbau eines psychosozialen Programms in Sri Lanka. “Egal welche Kultur: Erst Gerechtigkeit und die Anerkennung seelischer Verletzung ermöglichen rituelle Verabschiedung, Vergebung – und einen Neuanfang” , weiß Preitler aus langjähriger Erfahrung in Südasien.

Schattenseite der Insel

Bilder von Tsunami-Opfern schafften 2004 vorübergehend mediale Aufmerksamkeit, weckten ungleich mehr Hilfsbereitschaft als der Bürgerkrieg oder die rund 15 Millionen obdachlosen Opfer des asiatischen Monsunregens in diesem Sommer.

Sind uns “exotische” Kriege fremd, weil uns die flinke Zuschreibung von Gut und Böse schwer fällt? Gewohnte Feindbilder wie Kommunismus, Imperialismus oder islamischer Fundamentalismus helfen in Sri Lanka nicht weiter. Solche Kriege machen sprachlos. Wir ziehen es vor, sie nicht wahrzunehmen, wenn dies auch keine Groß- und Medienmacht tut – solange keine Rohstoffinteressen im Spiel sind. Sri Lanka ist weder Naher noch Ferner Osten. Mittlerer Südosten? Es ist eine geostrategisch undefinierte Region.

Urlauber räkeln sich an den Palmenstränden von Sri Lankas Südwestküste, in l4-Tage-All-inclusive-Clubs oder bei Ayurveda-Kuren: Eine Jahrtausende alte Medizinphilosophie des Ausgleichs gerät zum modischen Körperkult. Wir schauen bei einem Happy-Hour-Cocktail verträumt in den Sonnenuntergang. Auf der Schattenseite der Insel explodieren Landminen, werden Körper und Seelen verstümmelt.

Könnten wir etwas dagegen tun? Zumindest könnten wir etwas über unseren scheinbar verdienten und doch fragilen Frieden im Herzen Europas lernen. Nicht jedem ist es gegeben, sich wie Gudrun Kramer und Wilfried Graf für Frieden vor Ort zu engagieren. Die beiden Österreicher arbeiten seit Jahren mit der Zivilgesellschaft in Sri Lanka an einer nachhaltigen Verständigung der Konfliktparteien, ohne großzügige UNO-Gehälter, abseits von Öffentlichkeit und Medien.

Keiner der Kontrahenten kann den Krieg auf Sri Lanka gewinnen. Jede Teilung würde genauso unsauber und problematisch verlaufen wie jene Britisch-Indiens. Regierungsoffensiven gegen die “Tiger” forderten in den letzten Monaten wieder Hunderte Tote und Zehntausende Flüchtlinge. Die LTTE wurde aus dem Osten in den Norden vertrieben. Vordergründig. Sie kommt bei Nacht zurück, rächt sich an Kollaborateuren. Die Spirale aus Gewalt, Entführungen, Menschenrechtsverletzungen droht neuerlich zu eskalieren . . .

Sri Lankas Bewohner sind Buddhisten, Hindus, Moslems. Sie teilen sich eine paradiesische Insel – und zerfleischen sich im Namen von Nationalismen und Göttern. Die Instrumentalisierung von Religionen erweist sich nirgendwo als stabilisierend. Die explosiven Konfliktmischungen aus Volk, Religion und Rache reichen von Sri Lanka über den Sudan, Kaschmir, Kambodscha in den Kaukasus, Kosovo, Kongo, bis nach Osttimor, Westafrika und an viele andere Schauplätze des Schreckens. Unsere heile Welt schottet sich davon ab. Wir glauben uns erhaben, herausentwickelt aus dem Lebens-, manchmal Teufelskreis von Barbarei, Leid, Wiedergeburt. Es sind immer die Anderen, denen die Gewalt im Blut liegt und die eine Projektionsfläche für das Archaische bilden, das wir in uns selbst scheinbar getilgt haben . . .

Wer nicht religiös ist, mag sich mit einem Satz des Dichters Manes Sperber trösten: “Ãœberlebt auch nur einer heil an Körper und Seele, ist die Menschheit nicht verloren.” Indiens schillernder Smaragd ist eine Träne im Ozean. Auf versöhnlichen Wellen gelangt man zu den Gestaden der nächsten Insel, dem kleinen Mauritius – mit toleranten Hindus, Buddhisten, Muslimen und Christen.

Gunther Neumann, geboren 1958, ist Journalist und Beobachter lokaler Kriege in Lateinamerika, Afrika, Asien. Lange bei internationalen Organisationen für Konfliktlösung und heute in EU-, UN- und OSZE-Projekten tätig.

Freitag, 31. August 2007

Full Moon

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The Full Moon Day or ‘Poya Day’ (like today) is not only a very special day on Koh Pang Ngan, but also has a certain relevance to Arugam Bay.
(btw: the 26th December 2004 also was a Poya Day….)

Whilst famous places like Goa and Thailand are (still?!) much more popular, attracting 10,000 or so followers, the monthly events held in Eastern Sri Lanka are almost certainly much older. If you consider the few 1960′s drop outs who came to worship the Full Moon long ago on our nearby most Easterly point of the island.
Going back in history, an official religion was registered in the Netherlands in 1966.
Critics claim that the ‘Full Moonie’ Sect may have been formed to avoid a clamp down by the local authorities at the time. And thereby followers could continue to enjoy the expression of their prescribed rituals which religious freedom guarantees under most Nations constitutions.

In brief, the founder members believed that the Full Moon possesses a certain power over mind and body. This is often been put into popular movies and there may be some element of truth in it if you observe animal behavior during such nights. The Full Moonies believe this energy should be used to meditate and to try and free ones mind – at least once a month to stay in good health.
In order to achieve this ‘cleaning of all evils’ from ones soul followers are not permitted to sleep until the sun rises. Other religions stipulate similar body control such as not eating during the day light hours etc.
As staying awake alone might prove difficult for some, stimulants and loud music as well as moderate drink (to free the mind) should be provided by the hosts:
So the first FMP was born in Europe.

In the late 1970′s two founding members decided that the open, fresh, ozone air, the open sea and most important an uncluttered view of the sun rising in the East would add to the spiritual experience.
All this proved rather difficult in marijuana polluted Holland due to cold weather. Also there is little in the way of an Eastern Sea front and the Mini European Nation has not too many palm fringed Bays either…
So a piece of land was purchased on the most Easterly point of Sri Lanka – guaranteeing warm weather, no authority interference and a clear infinite view of the open sea (all the way to Antarctica in fact).

In the beginning, just a handful of followers, first only with guitars and song, then with a car battery and mini sound system staged the ritual 12km North or sometime South of the Bay – in total privacy in one of the the open Bays dotted around Arugam Bay.
Like in Okanda Bay, Peanut Farm and Green Room or The Point at the time.
A camp fire is also a must.
Later, mainly keen surfers from Israel joined the sect as ‘free; members and small generators and better sound systems were added.
Often the music style reflected Trance or Techno as well as Ambiance and Psychedelic sounds – to assist in the holy ritual. Soft Chill-out music always followed towards the end of the session, around sun rise (see below) and Reggae was shunned.
This Century has seen a few changes. For the first time the area received mains electricity and a mini, casual police farce. The believers staged bigger and more professional events – all of which are of course to this day open and totally FREE for anyone to attend. Maybe the organizers hope to convert some dull or troubled, or too serious people to experience the benefit of strict physical exercise, like wild dance, which the medical profession agrees is actually very good for you?
(Like in any religion there are always the lazy ones, the hangers on, who abuse required rituals: At a many recent FMP a fair number of guys only tend to exercise their right arms and their bladders….:-) But it is the will to attend which counts.
Maybe one day Arugam Bay will be as popular as Goa?
Or the Thai islands?
Some say the Bay are too far from the airport. But so is Goa and Koh Samui – and it takes even longer to get there from Bangkok.
Rigth now the political situation as well as our law makers are more of an obstacle to gain wider popularity.

Some dwellers are worried of certain “Sound Pollution”.
The organizers answer: It’s only once a month and not 4 times every day, it is good to attract tourists. Full and even half Moonies are actually very high spenders!
And more so it is after all a very serious RELIGIOUS FESTIVAL.
Everyone in the Bay and the Country will see the benefit, also financially, eventually.
What else do we have to attract loads of visitors? There is a lot of stiff competition from much more stable Nations all around us. In every way.
As some see it, there is no difference between terribly loud Church bells, all night Temple Chants or frequent Mosque calls for payers:
Under the Sri Lanka Constitution religious freedom is said to be fully guaranteed. To anyone.
And who is to say what one should be allowed to believe in?
As long as the main principles are to love each other, be a good person and remain strictly non- violent?
Make LOVE – Not War! was one of the old slogans of the Early 60′s…..Has it totally lost its relevance in Ceylon?
In respect to the Buddhist Nation and local law, AbaY parties are never on the actual Full Moon Day itself. The Ceremony or ‘Party‘ finishes officially at sunrise on the morning of the actual Poya day. This is because in Asia this is the moment (about 06:00 am) when a new DAY begins.
In the mind of a converted Full Moonie the DAY does not begin in the middle of the NIGHT. They call it Midnight. In their refreshed mind the rising sun signals the beginning of a NEW Day. Do they have a point??
Flood light Beach SVHUllai Girl Dance Groupcimg0857.JPG

To avoid any possible confusion:
The liberal, happy and relaxed Full Moonies have as much to do with the controversial Korean “Moonies” as Half a Rupee with a Full Schilling:
There is NO connection what so ever with a Unification-, Fornication-, Fortification- or any other Church.
Just to demonstrate, again, scenes from the ancient rituals, taken around MIDNIGHT:
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Final Comment:
Some regard it as a miracle. None of the hundreds of FMP guests, organizers or DJ people suffered any kind of casualty or serious injury on Tsunami Poya Day – although the site was of course right on the very sea front, in the worst affected area of Sri Lanka, at Arugam Bay washed out by 15 Meter waves. True Full Moonies regard this as a protection from high above and inspiration to continue the holy rituals.