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Touristen halten Sri Lanka die Treue
Trotz der angespannten Lage im Tamilen-Konflikt liegt die „Perle des Indischen Ozeans“ weiterhin im Trend
Handelt es sich bei Sri Lanka um die „Perle des Indischen Ozeans“ oder eher um eine „Träne im Indischen Ozean“? Auf diese Frage scheinen die Bundesbürger eine eindeutige Antwort zu haben, denn trotz der jüngsten, politischen Negativ-Schlagzeilen halten sie der tropischen Insel weiterhin die Treue. Die Gewaltausbrüche der vergangenen Monate, die in erheblichem Ausmaß den 2002 zwischen der Regierung und der tamilischen Rebellen-Organisation „Liberation Tigers of Tamil Eelam“ (LTTE) geschlossenen Waffenstillstand verletzt haben, scheinen zu keinerlei Einbruch der Besucherzahlen geführt zu haben. Das dürfte nicht zuletzt darauf zurück zu führen sein, dass die touristisch relevanten Urlaubsziele fast alle außerhalb der Tamilen-Gebiete liegen und westliche Touristen bisher noch nie Ziel von Anschlägen gewesen sind.
Nach der offiziellen Statistik kamen bis Ende Mai 253.136 Ausländer auf die Insel, was im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum einem Zuwachs von 21,5 Prozent entspricht. Darunter lassen sich mit über 30.000 Besuchern auch fast 50 Prozent mehr deutschsprachige Urlauber finden. Denn keiner der großen, bundesdeutschen Veranstalter hat seine Reisen nach Sri Lanka eingeschränkt. Ganz im Gegenteil: „Die Insel zählt sogar zu unseren Verkaufs-Rennern im aktuellen Sommerprogramm“, betont zum Beispiel Petra Hartmann vom Münchner Veranstalter „FTI - Frosch Touristik“. Besonders gut gebucht seien Ayurveda-Angebote und Rundreisen. Der positive Trend wird vom Groß-Veranstalter TUI bestätigt. „Ich bin selbst erstaunt“, berichtet Pressesprecherin Sylvia Einsle, „dass unsere Buchungseingänge für Sri Lanka trotz der schrecklichen Nachrichten über dem Niveau des vergangenen Jahres liegen und sogar über dem guten Jahr 2004.“ Schließlich präsentiere sich so mancher Strand heute ja sogar noch schöner als vor dem Tsunami, während die Hotels ihren Standard generell verbessert hätten.
Dass die Destination auch international weiterhin gefragt ist, bestätigt Hiran Coorey von „Jetwing“, das zu den führenden Reise-Agenturen im Land gehört. „Wir sind mit der guten Buchungslage zufrieden und freuen uns darüber, dass uns die Touristen nicht im Stich lassen!“. Immerhin hätten sich die LTTE-Rebellen trotz des schweren Konflikts ja auch schon in den vergangenen Jahrzehnten stets „touristenfreundlich“ verhalten. So rät das Auswärtige Amt in Berlin derzeit auch nur von Reisen in die nördlichen, östlichen und südöstlichen Landesteile ab (nähere Infos im Internet unter www.auswaertiges-amt.de). Generell gemieden werden sollten die Tamilen-Städte Jaffna, Trincomalee und Batticaloa, die aber ohnehin nur über eine geringe, touristische Infrastruktur verfügen. Voll im Betrieb indes befinden sich die Randgebiete der Krisen-Provinzen - wie der beliebte Yala-Nationalpark oder das legendäre Bade- und Surfer-Paradies Arugam-Bay an der Ostküste, dem mit statistischen 330 Sonnentagen pro Jahr noch eine große, touristische Zukunft prognostiziert wird. (vk)
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BILD-UNTERSCHRIFTEN
(alle Aufnahmen von Volker Klinkmüller)
Foto A - Arugam-Bay:
Das legendäre Bade- und Surf-Paradies Arugam-Bay liegt am Rand des Tamilen-Gebiets - und ist derzeit trotzdem das wichtigste Urlaubsziel an der Ostküste Sri Lankas. Hier gelten die europäischen Sommer-Monate als Hochsaison, obwohl in diesen Winkel der tropischen Insel nach der Statistik sogar an 330 Tagen im Jahr die Sonne scheint.







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